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Renditevorsprung

Zinsaufschlag von Pfandbriefen

Pfandbriefe bieten Anlegern einen attraktiven Renditeaufschlag gegenüber Staatsanleihen. Der deutsche Pfandbrief ist ein festverzinsliches Papier, das ebenso wie Staatsanleihen für erstklassige Bonität steht. In einigen Fällen zahlen Pfandbriefe sogar einen Renditeaufschlag gegenüber Anleihen kleinerer europäischer Staaten, obwohl diese ein niedrigeres Rating aufweisen als Pfandbriefe.

Pfandbriefe bieten darüber hinaus insbesondere im Jumbo-Segment die von internationalen und institutionellen Anlegern besonders geschätzte Liquidität in einzelnen Emissionen. 

Generische Jumbo-Bund-Spreads (Historie)



          Angabe in Basispunkten. Quelle: WestLB


Spreads verändern sich

Der Spread von Pfandbriefen gegenüber Anleihen des Bundes schwankt im Zeitablauf. Wurde im Jahr 2000 im 10-jährigen Bereich noch ein Bundspread von fast 70 Basispunkten festgestellt, so bewegte sich der Renditeaufschlag 10-jähriger Jumbo-Pfandbriefe im Jahr 2005 in einem Bereich von unter 20 Basispunkten gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen. Nach dem Überschwappen der Finanzkrise infolge der Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers wurden teilweise sogar Aufschläge von mehr als 100 Basispunkten erreicht.

Auf mittlere und langfristige Sicht bestimmen fundamentale Faktoren den Spread zwischen Pfandbriefen und Bundesanleihen. Dabei kommt Veränderungen der Angebots- und Nachfragerelationen in den beiden Märkten ebenso eine Bedeutung zu wie dem allgemeinen Zinsniveau (s.a. Beitrag Rees „Ein fair value Modell für den Pfandbrief Spread“, in „Der Pfandbrief – Fakten und Daten 2001“).

Bei der Analyse der Spreads im Zeitablauf zeigt sich, dass sich der Bund-Pfandbrief-Spread in Phasen hoher Liquiditätspräferenz der Investoren – wie zum Beispiel während der Asienkrise – deutlich weniger ausweitet als der Bund-Spread anderer Wertpapierkategorien wie ungesicherte Schuldverschreibungen der Banken.  

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