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Marktentwicklung

Das Neugeschäft der vdp-Mitgliedsinstitute lag 2010 bei insgesamt 142,3 Mrd. Euro und damit leicht über dem Vorjahreswert (1,6%). Waren 2009 infolge der Belastungen aus der Finanz- und Wirtschaftskrise in allen Segmenten deutliche Rückgänge zu verzeichnen, sind 2010 für die einzelnen Bereiche unterschiedliche Entwicklungen auszumachen. Während in der Immobilienfinanzierung deutliche Steigerungen zu erkennen sind, ist die Darlehensvergabe in der Staats-, Schiffs- und Flugzeugfinanzierung zurückgegangen.

Preisentwicklung von Wohnimmobilien

In der vdp-Transaktionsdatenbank werden auf der Ebene einzelner Immobilien neben Kaufpreisen und Mieten Angaben zu den wertbeeinflussenden Eigenschaften systematisch erfasst. Auf der Grundlage dieses Datenpools werden Immobilienpreisindizes erzeugt, die die reine Preisbewegung auf dem Immobilienmarkt wiedergeben. Im Februar 2010 wurde der vdp-Preisindex für selbstgenutztes Wohneigentum der Öffentlichkeit vorgestellt.

Zum 01.07.2009 wurden die Arbeiten an der Transaktionsdatenbank vom vdp auf die neu gegründete vdpResearch GmbH übertragen. Hierdurch wird das Ziel verfolgt, laufend umfassende Auswertungen und Analysen zu gewährleisten und diese den Teilnehmern der Transaktionsdatenbank zur Verfügung zu stellen.

Bis zum 1. Quartal 2011 haben 21 Pfandbriefbanken Objektdaten für die vdp-Transaktionsdatenbank bereitgestellt, die derzeit ca. 630.000 Datensätze umfasst. Die Transaktionsdatenbank gestattet seit 2003 die Betrachtung der Preisentwicklung auf dem deutschen Immobilienmarkt – sowohl für Deutschland insgesamt als auch für die einzelnen regionalen und objektartspezifischen Teilmärkte. Auf Grund der viel beschriebenen Heterogenität von Immobilien kommen hierbei hedonische Verfahren zur Anwendung. Diese Verfahren dienen dazu, die Qualitätsunterschiede der in der Datenbank enthaltenen Einzelobjekte herauszufiltern und die reine Preisentwicklung zu messen.

Die ersten beiden Abbildungen zeigen den Preisverlauf für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen in Deutschland auf Quartalsbasis. Der in der dritten Abbildung dargestellte Index für selbst genutztes Wohneigentum setzt sich aus den Preisindizes für Eigenheime und Eigentumswohnungen zusammen, wobei die beiden Segmente entsprechend ihrer Bestände im Basisjahr gewichtet wurden.

vdp-Preisindex für Eigenheime in Deutschland

vdp-Preisindex für Eigentumswohnungen in Deutschland

vdp-Preisindex für selbst genutzes Wohneigentum in Deutschland

Ausgehend vom Jahr 2003 lässt sich über den gesamten Zeitraum ein Anstieg der Preise von gut 9,3 % für Einfamilienhäuser und 9,1 % für Eigentumswohnungen feststellen. Beide Zeitreihen weisen einen Anstieg auf, der 2009 in eine Seitwärtsbewegung übergegangen ist. Seit der Jahresmitte 2010 zeigen beide Indizes wieder eine moderate Aufwärtsbewegung. Der auf Grundlage beider Zeitreihen berechnete Preisindex für selbst genutztes Wohneigentum steigt über den gesamten Beobachtungszeitraum um 9,3 % an.

Weiterführende Informationen zur vdp-Transaktionsdatenbank und zu den methodischen Grundlagen des darauf aufbauenden Auswertungskonzeptes finden Sie in unseren Publikationen „Professionelles Immobilienbanking – Fakten und Daten“, Ausgaben 2007/2008 (S. 50 ff.), 2008/2009 (S. 66 ff.), 2009/2010 (S. 43 ff.) und unserem Jahresbericht 2010 (S. 49 f.) (siehe auch unsere Pressemitteilung vom 16.05.2011).


Mietwohnungsmarkt und Wohneigentum

Um die Zusammenhänge zwischen Wohnungsmarkt, Wohnungsfinanzierung und gesamtwirtschaftlicher Entwicklung aufzuzeigen, hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) im Auftrag des vdp eine Studie erstellt.

Aufgabe der Studie

Die Studie analysiert die Wirkungszusammenhänge und untersucht insbesondere, warum der Anteil des Mietwohnungsmarktes in Deutschland vergleichsweise groß ist.

Ergebnis

Im Ergebnis hat das IW Köln festgestellt, dass die vergleichsweise niedrige Wohneigentumsquote in Deutschland kein Maßstab für die Effizienz des Mietwohnungsmarktes ist.

Vielmehr sollte zur Beurteilung der Effizienz der Zugang zur Wohnnutzung herangezogen werden. Dies erfolgt in Deutschland sowohl durch den Mietwohnungsmarkt als auch durch den Wohneigentumsmarkt. Auch hinsichtlich der Wohnungsfinanzierung ist Deutschland - so die Studie - aufgrund der Wettbewerbssituation gut aufgestellt.

Die Studie ist in der vdp Schriftenreihe Band 26 veröffentlicht, die über das vdp Bestellcenter angefordert werden kann.

Struktur der Eigenheimfinanzierung

Strukturen der Wohneigentumsfinanzierung 2009

Mit einem ausstehenden Darlehensvolumen von 301 Mrd. Euro haben die Mitgliedsinstitute des vdp einen Marktanteil von 28 % in der inländischen Wohnimmobilienfinanzierung. Damit gehören sie zu den bedeutendsten Anbietern in diesem Bereich. 41 % der von den Pfandbriefbanken ausgegebenen Wohnimmobiliendarlehen werden für die Finanzierung selbst genutzter Einfamilienhäuser eingesetzt. Zum neunten Mal seit 1984 hat der vdp im ersten Halbjahr 2009 eine Erhebung zur Wohneigentumsfinanzierung unter seinen Mitgliedsinstituten durchgeführt. Sie liefert wichtige Informationen zur Finanzierungsstruktur und zur wirtschaftlichen Situation der Eigenheimerwerber.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

Eigenheimerhebung 2009

Strukturen der Wohneigentumsfinanzierung 2006

Im Band 26 der vdp Schriftenreihe (erhältlich im Bestellcenter) werden die Ergebnisse der vdp Erhebung über die Struktur der Eigenheimfinanzierung dargestellt.

Diese Erhebung führt der vdp im Dreijahresrythmus durch und bildet die wichtigsten Daten zum Fremdmittelaufkommen, Investitionskosten, Kreditbelastung oder der Erschwinglichkeit des Wohneigentums im Zeitablauf ab.

Für die Erhebung 2006 konnten neben den vdp Mitgliedsinstituten auch die Commerzbank und die Dresdner Bank gewonnen werden.

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