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Der Ursprung des Pfandbriefprivilegs

13.01.2014

Wissenschaftliche Arbeit beleuchtet Entstehung im 19. Jahrhundert

Der Pfandbrief ist ein Finanzprodukt, das fast 250 Jahre alt ist. Kern seiner Stärke ist das Vorrecht der Pfandbriefinvestoren im Fall der Insolvenz der Bank, die die Pfandbriefe emittierte. Wie aber dieses Vorrecht erreicht wird, dies wurde zu verschiedenen Zeiten und in unterschiedlichen deutschen Gliedstaaten verschieden beantwortet. Sebastian Keding kommt nun das Verdienst zu, die Diskussion aufgearbeitet und dargestellt zu haben, die in über einem halben Jahrhundert schließlich dahin führte, dass man sich mit dem Hypothekenbankgesetz von 1899, einem Vorläufer des heutigen Pfandbriefgesetzes, für ein insolvenzrechtliches Pfandbriefprivileg entschied, das im Wesentlichen bis heute gültig ist.

Nach einer Welle von Gesetzgebungen in den letzten 15 Jahren haben heute 33 europäische und einige außereuropäische Staaten Gesetze, die Covered Bonds, wie der Pfandbrief und ihm ähnliche Wertpapiere in anderen Ländern genannt werden, regeln. Das Pfandbriefgesetz diente dabei stets zur Orientierung. Daher ist es von ganz aktuellem Interesse, auf welche Erwägungen die deutsche Lösung zurückzuführen ist. Und die Diskussionen, die damals vor dem Hintergrund unterschiedlicher Lösungen in vielen Teilen Deutschlands geführt wurden, sind für die heutige Diskussion zur Entwicklung eines europäischen Maßstabes für covered bonds bei ebenfalls unterschiedlichen Lösungen wieder aktuell, teilweise, wie die Lektüre zeigt, verblüffend aktuell.

Damit ist die Arbeit für jeden, der sich mit Covered Bonds befasst, von Interesse und schließt zugleich eine schmerzliche Lücke in der Forschung. Über den Pfandbrief hinaus zeigt Keding, wie der Staat bereits im 19. Jahrhundert in den Finanzmarkt eingriff und wie die zulässige Reichweite solcher Eingriffe diskutiert wurde - auch dies eine wieder sehr aktuelle Frage.

Bibliografischer Hinweis:


Sebastian Keding: Finanzmarktsteuerung durch Kreditsicherungsrecht - Die Entstehungsgeschichte des konkursrechtlichen Pfandbriefprivilegs in § 35 Abs. 1, 2 des Hypothekenbankgesetzes vom 13. Juli 1899, Verlag Mohr Siebeck, Tübingen 2013. XXVII, 442 Seiten (Rechtsordnung und Wirtschaftsgeschichte 7), ISBN 978-3-16-152801-9

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