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vdp begrüßt Einigung über neue EU-Hypothekarrichtlinie

Deutschen Eigenheimkäufern bleibt langjähriger Festzinskredit erhalten

Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) begrüßt die von den Europäischen Institutionen in „Trilog-Verhandlungen“ zwischen Parlament, Rat und Kommission am gestrigen Montagabend erzielte Einigung auf die Inhalte der neuen europäischen Richtlinie zu Wohnimmobilienkreditverträgen, die nun zeitnah vom Europäischen Parlament und vom Europäischen Rat verabschiedet werden kann. Die im nun vorliegenden Text enthaltenen Formulierungen lassen eine unveränderte Gültigkeit der in Deutschland geltenden Regeln zur vorzeitigen Rückzahlung von Darlehen zu. Damit kann es bei der seit Jahrzehnten bewährten deutschen Finanzierungspraxis bleiben, bei der sich die Darlehenskunden weit überwiegend für langjährige Zinsbindungen ihrer Kondition entscheiden. „Die Brüsseler Einigung ist eine gute Nachricht für deutsche Eigenheimfinanzierer und für den hiesigen Wohnimmobilienmarkt insgesamt. Auch künftig wird es die in Deutschland übliche Wahlfreiheit bei der Finanzierung von Immobilien geben – und damit auch die Möglichkeit, Wohneigentum über die hier zu Lande am weitesten verbreitete Variante des langjährigen Festzinskredits, der maßgeblich zur Stabilität des deutschen Wohnimmobilienmarktes beiträgt, zu finanzieren“, erklärte Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des vdp.

Im Laufe der langwierigen Verhandlungen über die neue Richtlinie war zeitweise unklar, ob der langjährige Festzinskredit durch Vorschriften der Richtlinie zur vorzeitigen Rückzah­lung deutlich teurer werden oder gar vollständig verschwinden würde. Diese Gefahr ist auf europäischer Ebene nun gebannt. Dr. Andreas Schwab, Mitglied des Europäischen Parlaments und als federführender Berichterstatter des dortigen Ausschusses für Binnenmarkt und Verbraucherschutz maßgeblich an den Trilog-Verhandlungen beteiligt, hat sich dabei für das deutsche System der langfristigen Finanzierung von Immobilien zum Festzins eingesetzt. Schwab erklärte zu der nun erzielten Einigung: „Der deutsche Immobilienmarkt hat anders als andere Immobilienmärkte in Europa keine Turbulenzen erlebt. Ein wesentlicher Grund für die Krisenfestigkeit ist in der deutschen Art der Immobilienfinanzierung, die auf ihrer Langfristkultur und nicht zuletzt auch auf den jetzigen Regelungen zur vorzeitigen Rückzahlung beruht, zu sehen.“ Darlehen zum langjährigen Festzins gäben nicht nur den Verbrauchern für die Dauer der Zinsfest­schreibung Planungssicherheit, sie seien auch gut für den Immobilienmarkt als Ganzes, weil sich Zinsänderungen nur auf neu abgeschlossene oder zur Anschlussfinanzierung anstehende Verträge auswirken.

Die EU-Hypothekarkreditrichtlinie wird auch den Verbraucherschutz weiter erhöhen, unter anderem durch wachsende Anforderungen an die Transparenz, die Qualifikation der beratenden Bankmitarbeiter und die Aufklärung der Verbraucher. Die steigenden Büro­kratiekosten in Folge dieser Vorschriften dürften nach Einschätzung des vdp jedoch auch die Darlehenskonditionen beeinflussen.

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